Lange Zeit waren Abmahnungen ein Thema, das fast ausschließlich Unternehmen betraf. Doch im Zeitalter des Internets hat sich dies geändert. Leider werden zunehmend häufiger auch Privatpersonen abgemahnt. Meist handelt es sich dabei um Personen, die eigene Webseiten (z.B. Blogs oder Foren) im Internet betreiben.

Abmahnschreiben von Anwälten werden nicht grundlos versendet. Im Regelfall geht es um das Urheberrecht. Fast alle privaten Blogger, die schon einmal abgemahnt wurden, beginnen unbewusste Verstöße gegen das Urheberrecht. Dies kann beispielsweise passieren, indem zu lange Textpassagen oder fremde Bildinhalte veröffentlicht wurden.

Wer selbst betroffen ist, ärgert sich sehr schnell, weil eine Abmahnung nicht gerade preiswert ist. Es fallen Abmahngebühren an, die je nach Sachverhalt meist zwischen 500 und 1.500 Euro liegen. Bei solch hohen Kosten stellt sich schnell die Frage, ob die Möglichkeit besteht, rechtlich gegen den Abmahner vorzugehen und ob der Rechtsschutz hierfür aufkommt.

Diese Frage ist ungemein schwierig zu beantworten, da es ganz auf den jeweiligen Sachverhalt ankommt. Im Hinblick auf das Thema Rechtsschutzversicherung muss gesagt werden, dass die Art der Website eine wichtige Rolle spielt. Wer mit seiner Website zum Beispiel Geld verdient, ist womöglich gewerblich tätig, was bedeuten kann, dass die private Rechtsschutzversicherung nicht zahlt.

Zumal eine solche Vertretung generell nicht abgedeckt sein muss. Allerdings gibt es mittlerweile Rechtsschutztarife, die speziell für die Belange von Internetnutzern optimiert wurden. Falls Interesse besteht, sollte man diese Tarife in Augenschein nehmen und vergleichen. Jedoch gilt auch hier, dass der Versicherungsschutz nicht erst im Bedarfsfall abgeschlossen werden kann. Er muss schon vorher bestanden haben.

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