Kündigungen durch den Arbeitgeber werden nicht zu unrecht gefürchtet. Wer gekündigt wird, hat wenig Grund zur Freude: Womöglich gelingt es nicht, zeitnah einen neuen Job zu finden und somit den finanziellen Unterhalt sicherzustellen. Angesichts dieser Bedeutung überrascht es nicht, dass viele Betroffene zunächst sehr schockiert sind.

Am einfachsten wäre es natürlich, sich auf die Suche nach einer neuen Arbeit zu begeben. Doch in einigen Fällen ist dies gar nicht so leicht. Je nach Alter und Qualifikation ist es unter Umständen nicht möglich, rasch einen neuen Job zu finden. Folglich kann es umso sinnvoller sein, sich gegen die Kündigung durch den Arbeitgeber zu wehren – in manchen Fällen ist dies möglich bzw. bestehen gute Chancen, dass man weiterhin im Job bleibt.

Allerdings muss man sich diesen Schritt vor allem aus finanzieller Sicht erst einmal leisten können. Wer sich gegen eine ausgesprochene Kündigung zur Wehr setzen möchte, kann sich an den Betriebsrat wenden. Doch leider hilft dies nicht immer und außerdem gibt es nicht in jedem Unternehmen einen Betriebsrat. Dementsprechend bleibt häufig nur der Gang zu einem Rechtsanwalt, der sich auf Arbeitsrecht spezialisiert hat.

Grundsätzlich ist es vernünftig, diesen Weg zu gehen. Beim Fachanwalt erfährt man sehr schnell, welche Möglichkeiten bestehen. Allerdings hat diese Leistung auch ihren Preis: Gute Anwälte sind nicht unbedingt günstig. Zumal es unter Umständen erforderlich ist, die Nichtigkeit der Kündigung gerichtlich zu erzwingen. In anderen Worten: Womöglich steht erst ein Gerichtsverfahren an. Ein solches Verfahren ruft weitere Kosten hervor.

Viele Arbeitnehmer können sich dies nicht leisten. Die Rechtsschutzversicherung verspricht Abhilfe: Kosten für Anwalt und Gericht werden von der Versicherung getragen. Allerdings ist eine Kostenübernahme nicht automatisch gewiss. Ob der Versicherer zahlt, hängt maßgeblich vom Hintergrund der Kündigung ab. Wer zum Beispiel seinen Arbeitgeber gezielt geschädigt hat, kann nicht immer mit einer Kostenübernahme rechnen. Besser sieht es bei Kündigungen aus, die womöglich aus sozialer Sicht nicht gerechtfertigt sind. Daher ist es ratsam, einen Anwalt zu suchen, der unverbindlich beim Rechtsschutzversicherer anfragt, ob die Kostenübernahme erfolgt. Einige Anwälte machen dies in der Tat kostenlos.

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