Illegale Downloads sind ein weitaus größeres und vor allem auch ernsthafteres Thema, als die meisten Personen vermuten. Vor allem Eltern unterschätzen dieses Risiko ungemein: Oft wissen sie noch nicht einmal im Ansatz, was ihre Kinder im Internet machen und wissen somit auch nicht über die Download-Aktivitäten Bescheid.

Das wesentliche Problem besteht darin, dass das unberechtigte Downloaden urherberrechtlich geschützter Inhalte von zahlreichen Personen als eine Art Kavaliersdelikt betrachtet wird. Dabei kann die rechtliche Tragweite ganz enorm sein. Dementsprechend kann von solchen Downloads auch nur abgeraten werden: Wer illegal Dateien aus dem Internet herunterlädt, kann in große Schwierigkeiten geraten und muss womöglich hohe Kosten fürchten.

Es gibt Eltern, die sich dieser Risiken bewusst sind und ihren Kindern daher auch ein gezieltes Download-Verbot aussprechen. Allerdings hält sich der Nachwuchs nicht immer an solche Verbote – und Kontrollmöglichkeiten gibt es für die Eltern nur wenig. Dementsprechend kommt es auch immer wieder zu rechtlichen Schwierigkeiten bei Familien: Die Eltern wissen von nichts, werden aber für ihre Kinder haftbar gemacht.

Mittlerweile gibt es ein Gerichtsurteil des BGH, das Eltern entlastet. Dennoch kann es passieren, dass man sich in Abhängigkeit von den jeweiligen Umständen rechtlichen Schwierigkeiten ausgesetzt sieht. In solch einem Fall kann eine Rechtsschutzversicherung sehr hilfreich sein – vorausgesetzt der Rechtsschutz deckt diesen Bereich ab.

Die Versicherer haben dieses Problem erkannt und bieten inzwischen Rechtsschutztarife an, die eine gewisse Sicherheit versprechen. Allerdings darf man diese Versicherungen nicht falsch verstehen. Im Vordergrund steht meist ein Internetschutz bzw. eine Rechtsschutz für rechtliche Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Internet. Solch eine Rechtsschutzversicherung verkörpert aber keinen Freischein: Das illegale Herunterladen sollte trotzdem nicht erfolgen.

Dies könnte Sie auch interessieren: