Nachbarschaftsstreit: Wie Sie Ihr Recht am besten durchsetzen

Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich Menschen mit ihren Nachbarn nicht immer gut verstehen. In den meisten Fällen sind die Streitigkeiten eher von kleinerer Natur. Allerdings gibt es Streitigkeiten, die größer sind und sich daher nicht so leicht klären lassen.

Die Klärung solcher Streitigkeiten bringt gleich mehrere Probleme mit sich. Da wäre zunächst die Tatsache, dass eine Schlichtung nicht immer gelingt. Als Folge gibt es einen Gewinner und einen Verlierer. Daraufhin wird das Nachbarschaftsverhältnis nicht mehr dasselbe sein bzw. bestehen kaum Chancen auf Besserung. Im Gegenteil: Womöglich sind die Parteien ein Leben lang zerstritten.

Zum anderen ist es nicht immer leicht, ein endgültiges Ergebnis zu erzielen. Wenn keine der Parteien nachgibt und eine Einigung erforderlich ist, bleibt nur noch der Gang vor Gericht. Allerdings ist solch ein Schritt ganz schön kostspielig – zumindest kann er es werden. Schließlich gilt es einen Rechtsanwalt einzuschalten und womöglich wird das Gerichtsverfahren nicht im eigenen Sinne entschieden. Im schlimmsten Fall wären dann auch noch die Gerichtskosten und ggf. die Anwaltskosten der Gegenseite zu tragen.

Aus genau diesem Grund trauen sich viele Menschen gar nicht erst, vor Gericht zu ziehen. Sie geben dann nach, was sie aber noch lange Zeit ärgert. Besser wäre es dann, den Gang vor Gericht zu wagen. Vielleicht gelingt es aber auch, eine Schlichtung zu erzielen. Im heutigen Beitrag möchten wir zeigen, welche Möglichkeiten bestehen.

Schlichtung des Nachbarschaftsstreits

Es ist immer gut, zunächst eine Schlichtung anzustreben. Damit ist gemeint, dass beide Seiten einen Versuch unternehmen, sich außergerichtlich zu einigen. Der Vorteil eines Schlichtungsverfahrens besteht darin, dass sich am Ende beide Seiten einigen und es somit weder Gewinner noch Verlierer gibt. Somit besteht die Chance auf ein weiterhin gutes Nachbarschaftsverhältnis.

Sofern die Schlichtung nicht direkt erzielbar ist, bietet es sich an, einen Schlichter einzuschalten. Allerdings ist ein so genanntes Mediationsverfahren an Kosten gekoppelt. Im Vorteil befinden sich diejenigen, die über einen geeigneten Rechtsschutz verfügen. Inzwischen gibt es Policen, die keineswegs nur Anwalts- und Gerichtskosten übernehmen. Stattdessen besteht die Möglichkeit, zunächst ein Mediationsverfahren anzustreben.

Im Allgemeinen ist es ratsam, diesen Weg zu gehen. Ein guter Schlichter befindet sich in der Lage, beide Seiten an einen Tisch zu bekommen und eine Einigung unter den Beteiligten zu erzielen. Sollte dies hingegen nicht gelingen, kann immer noch der Gang vor Gericht in Erwägung gezogen werden.

Beim Mediationsverfahren auf die Wahlmöglichkeit achten

Das Thema Mediationsverfahren wird je nach Rechtsschutztarif unterschiedlich behandelt. Es gibt Tarife, die eine optionale Mediation vorsehen. Bei anderen Tarifen ist sie hingegen vorgeschrieben, d.h. der Weg der Schlichtung ist in jedem Fall zuerst einzuschlagen.

Wir sind der Meinung, dass die Wahlfreiheit sinnvoll ist. Bei einem Nachbarschaftsstreit ist es zwar ratsam, diesen Weg zu gehen – allerdings können Probleme in ganz anderen Bereichen des Rechtsschutzes auftreten. Dann ist es unter Umständen von Vorteil, wenn der Weg vor Gericht direkt eingeschlagen wird.

Tipp: Rechtsschutz stets rechtzeitig abschließen

Abschließend möchten wir anmerken, dass die Rechtsschutzversicherung nur dann wirksam ist, sofern sie rechtzeitig abgeschlossen wurde. Sollte sich ein Streitfall mit dem Nachbarn bereits angebahnt haben, ist es für den Abschluss verständlicherweise zu spät. Dann ist eine Kostenübernahme durch den Versicherer ausgeschlossen.

Wer kein Risiko eingehen und sich persönlich umfassend absichern möchte, nutzt unseren Vergleich. Auf diese Weise gelingt es, die passende Rechtsschutzversicherung rasch zu finden.

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