Die Randale in Frankfurt zogen eine Menge Aufmerksamkeit auf sich, denn so gut wie niemand hatte mit solchen Ausmaßen gerechnet. Einige Journalisten verglichen die Frankfurter Innenstadt mit einem Kriegsgebiet, weil die Randalierer äußerst aggressiv vorgingen und große Sachschäden angerichtet haben.

Zu den Opfern der Randale zählen weniger der Staat, Banken und Konzerne, sondern vor allem Privatpersonen. Viele Unbeteiligte mussten ansehen, wie ihre Autos in Brand gesteckt wurden oder auch anderes Privateigentum von den Randalierern zerstört wurde. Die Randale sind inzwischen vorbei, doch die finanziellen Schäden sind natürlich geblieben.

Einige Opfer stellen sich nun die Frage, ob sie gegen die Täter vorgehen können. Diese Möglichkeit ist selbstverständlich gegeben – sollte Eigentum beschädigt worden sein, besteht die Option, Haftungsansprüche geltend zu machen. In anderen Worten: Die Randalierer haben für den entstandenen Schaden aufzukommen und somit die Kosten zu tragen.

Allerdings ist es gar nicht so leicht, Ansprüche dieser Art geltend zu machen. Eines der wesentlichen Probleme besteht darin, dass so viele Randalierer entkommen konnten. Die Opfer wissen somit nicht, gegen wen sie vorgehen sollen. Dementsprechend hilft ein Rechtsschutz nur bedingt weiter: Erst wenn klar ist, wer Täter oder möglicher Täter ist, kann ein entsprechendes Verfahren angestrebt werden.

Sofern diese Möglichkeit gegeben ist, können viele Opfer mit Unterstützung ihrer Versicherer rechnen. Die Sachlage ist in den meisten Fällen relativ klar, wobei es allerdings keine voreiligen Entscheidungen zu treffen gilt. Oft ist es gar nicht erforderlich, gleich vor Gericht zu ziehen, unter Umständen lassen sich Haftungsansprüche auch so geltend machen. Falls nicht, bleibt immer noch der Gang vor Gericht. Ob die hiermit verbundenen Kosten vom Rechtsschutz getragen werden, kann ein Rechtsanwalt mittels Voranfrage beim Versicherer klären.

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