Mietern wird oft dazu geraten, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Sollte es nämlich Schwierigkeiten mit dem Vermieter geben, sind sie wesentlich besser abgesichert. Dank Mietrechtsschutz muss der Gang vor Gericht nicht gescheut werden, wodurch es wiederum leichter fällt, die eigenen Ansichten durchzusetzen.

Interessanterweise wird Vermietern vergleichsweise selten dazu geraten, diesen Weg zu gehen. Dabei ist es für sie genauso wichtig, über einen Versicherungsschutz zu verfügen. Denn nur weil man der Vermieter ist, sitzt man bei Streitigkeiten rund um Mietangelegenheiten nicht automatisch am längeren Hebel. Ganz im Gegenteil: In Deutschland gilt ein umfassendes Mietrecht, welches vorrangig die Rechte der Mieter stärkt. Umso wichtiger ist es daher, dass man über eine Vermieterrechsschutzversicherung verfügt.

Aufgepasst bei der Tarifauswahl

Rechtsschutzversicherungen für den Bereich des Mietrechts werden am Markt besonders viele angeboten. Allerdings gilt es bei der Auswahl gut aufzupassen, denn letztlich gibt es immer zwei Arten von Rechtsschutzversicherungen. Auf der einen Seite befinden sich Tarife, die sich gezielt an Mieter richten, auf der anderen Seite sind die Tarife für Vermieter.

Für Vermieter ist es ganz wichtig, dass sie über eine Vermieterrechtsschutzversicherung verfügen – der andere Mietrechtsschutz ist im Bedarfsfall nicht besonders viel wert bzw. keine Hilfe. Glücklicherweise ist die Auswahl einer solchen Versicherung nicht schwierig. Die meisten Versicherer kennzeichnen sehr genau, ob sich ihre Tarife in Sachen Mietrechtsschutz an Mieter oder Vermieter richten.

Vermieterrechtsschutzversicherung: Leistung ist wichtiger als der Beitrag

Wenn es um den Abschluss von Versicherungen geht, legen die meisten Personen einen sehr großen Wert darauf, dass der Versicherungsbeitrag möglichst niedrig bemessen ist. Dementsprechend wird oft ganz bewusst auf besonders preiswerte Versicherungstarife gesetzt. Allerdings wird dabei häufig vergessen, dass eine gute Leistung nun einmal ihren Preis hat.

Gerade im Bereich des Mietrechts sollte der Leistungsumfang einer Rechtsschutzversicherung für Vermieter nicht zu knapp bemessen sein. Mit Mietern kann es zu den unterschiedlichsten Streitigkeiten kommen, weshalb ein breit gefächerter Versicherungsschutz als die bessere Wahl gilt. Zumal nicht vergessen werden sollte, dass es für einen Vermieter / Immobilieneigentümer beim Rechtsschutz auf ein paar Euro hin oder her nicht ganz so sehr ankommt, denn letztlich lässt sich der Versicherungsbeitrag steuerlich geltend machen.