Als Mieter können Sie schnell Ihrem Vermieter ausgeliefert sein. Zu hoch angesetzte Nebenkosten, ungerechtfertigte Mieterhöhungen oder auch die Wohnungskündigung – es gibt genügend Gründe für einen Streitfall. Mit dem Mietrechtsschutz ist es im Ernstfall möglich, sich zu Wehr zu setzen. Die damit verbundenen Kosten trägt die Mieterrechtsschutz Versicherung.

Wir informieren, welche Risiken sich mit dem Versicherungsschutz absichern lassen. Zugleich leisten wir mit unserem Tarifvergleich praktische Unterstützung bei der Suche nach dem passenden Versicherungstarif. So fällt es leicht, eine leistungsstarke Mietrechtsschutzpolice mit niedrigem Beitrag zu finden.



Leistungen der Mieterrechtsschutzversicherung

Weil die Versicherung diverse Risiken rund um das Wohnen zur Miete abdeckt, wird sie auch häufig als Wohnungsrechtsschutz bezeichnet. Sie verspricht finanzielle Unterstützung, sollte sich ein Rechtsstreit mit dem Vermieter anbahnen. Kosten für Anwalt und Gerichtsprozess (Gerichtskosten) werden vom Versicherer übernommen. So fällt die Entscheidung leichter, für seine Mieterrechte einzustehen.

Versicherte Personen sind Versicherungsnehmer in ihrer Eigenschaft als:

  • Eigentümer
  • Mieter
  • Pächter
  • Vermieter
  • Verpächter
  • Nutzungsberechtigter

von Gebäuden, Wohnungen und Grundstücken, die im Versicherungsschein bezeichnet sind. Garagen und Stellplätze sind mitversichert, sofern sie sich der jeweiligen Wohneinheit (Eigentum oder Miete ) zuzurechnen lassen.

Der Versicherungsschutz umfasst:

  • Gebäude-, Wohnungs- und Grundstücksrechtsschutz (z.B. bei Streitigkeiten im Zusammenhang mit einer Eigenbedarfskündigung)
  • Schutz bei Unstimmigkeiten über die laufende Erhebung von Gebühren der Grundstücksversorgung, z.B. Mieterhöhung oder zu hohe Nebenkostenabrechnung
  • Unterstützung bei weiteren Mietrechtsstreitigkeiten (z.B. rund um den Mietvertrag)

Kein Versicherungsschutz besteht u.a. in Zusammenhang mit:

  • dem Erwerb oder der Veräußerung eines zu Bauzwecken bestimmten Grundstückes
  • der Planung oder Errichtung eines Gebäudes oder Gebäudeteiles das sich im Eigentum oder Besitz des Versicherungsnehmers befindet oder das dieser zu erwerben oder in Besitz zu nehmen beabsichtigt
  • der baulichen Veränderung eines Grundstückes, Gebäudes oder Gebäudeteiles das sich im Eigentum oder Besitz des Versicherungsnehmers befindet oder das dieser zu erwerben oder in Besitz zu nehmen beabsichtigt
  • der Finanzierung der genannten Vorhaben
  • der steuerlichen Bewertung von Grundstücken oder Gebäudeteilen sowie wegen Erschließungs- und sonstiger Anliegerabgaben, es sei denn daß es sich um laufend erhobene Gebühren für die Grundstücksversorgung handelt
  • Enteignungs-, Planfeststellungs-, und Flurbereinigungs- sowie im Baugesetzbuch geregelten Angelegenheiten.

Es ist zu beachten, dass der Mietrechtsschutz nicht als separate Police erhältlich ist. Stattdessen handelt es sich um einen Baustein im Privatrechtsschutz. Wer zur Miete wohnt seine rechtlichen Risiken absichern möchte, muss folglich die passende private Rechtsschutzversicherung finden.

Tarifvergleich: Passende Mietrechtsschutz Versicherung finden

Aufgepasst beim Versicherungsvergleich, die Rechtsschutzversicherungen für Mieter und Vermieter weisen zum Teil erhebliche Unterscheide bei den Konditionen auf:

  • Beinhalten alle Rechtsschutzpolicen dieselben Leistungen?
  • Wie steht es um Rabatte (z.B. für Beamte oder Singles)?
  • Ist im Rechtsstreitfall eine Selbstbeteiligung zu leisten?
  • Ist die Versicherungssteuer in der Prämie bereits enthalten?

Zudem sollte es nicht nur um die Konditionen gehen. Wer nur auf den Beitrag achtet, ist am Ende womöglich schlecht versichert. Ergänzend sind deshalb folgende Fragen zu klären:

  • Welche Leistungen sind für mich als Versicherungsnehmer wichtig?
  • Werden Rechtsfragen auch telefonisch beantwortet (Anwaltshotline)
  • Ist der Rechtsschutzversicherer renommiert?

Tipp: Jahresverträge sind leicht zu kündigen. Sollten Sie in Zukunft einen besseren Versicherungsschutz finden, ist ein Wechsel rasch vollzogen.

Tipp: Leisten Sie Ihren Versicherungsbeitrag nicht halb- oder vierteljährlich, da Beitragsaufschläge drohen. Zahlen stattdessen lieber jährlich.

Tipp: Sollten Sie noch versichert sein, entfällt bei einem lückenlosen Anbieterwechsel unter Umständen die Wartezeit. Prüfen Sie diese Möglichkeit.

Die Rechtsschutztarife in unserem Vergleichsrechner werden von etablierten und oftmals mehrfach ausgezeichneten Versicherern anegboten. Zu unseren Versicherungspartnern zählen u.a. Advocard, Arag, AXA, Barmenia, DAS, Deurag, Degenia, HanseMerkur, VHV sowie viele weitere.

Bestehenden Mietrechtsschutz kündigen

Sollte am bestehenden Schutz kein Interesse mehr bestehen, wird er gekündigt. Im Regelfall ist nur die Aussprache der ordentlichen Kündigung möglich. Für den Versicherungsnehmer bedeutet dies, fristgerecht kündigen zu müssen. Hierfür wird ein Kündigungsschreiben aufgesetzt und am besten per Einschreiben an den Rechtsschutzversicherer übermittelt.

In besonderen Fällen ist eine außerordentliche Kündigung möglich, die bereits einen früheren Ausstieg aus der Versicherung ermöglicht. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Versicherer eine Erhöhung der Prämie vornimmt, ohne beim Mieterrechtsschutz die Leistungen anzupassen. Ebenso ist es nach einem Schadensfall gestattet, die Police zu kündigen. Über dieses Recht verfügt der Versicherer übrigens auch.

Mieter Rechtsschutz im Schadensfall

Bei einem drohenden Rechtsstreit mit dem Vermieter kann unterschiedlich verfahren werden. Im klassischen Fall findet die Kontaktaufnahme mit einem Rechtsanwalt für Mietrecht statt. Der Fachanwalt prüft den Sachverhalt und setzt sich mit der Mietrechtsschutzversicherung in Verbindung. Sofern alles glatt läuft, erteilt der Versicherer eine Deckungszusage, sodass sich der Versicherungsnehmer auf der sicheren Seite befindet.

Immer mehr Rechtsschutzpolicen bieten die Möglichkeit einer Mediation an. Hier wird vermieden, die Streitigkeit vor Gericht zu klären. Anstatt einen Prozess anzustreben, wird unter Betreuung eines Mediators versucht, eine Lösung auszuhandeln, mit der beide Seiten einverstanden sind.

Einige Rechtsschutzversicherer warten zudem mit einer Anwaltshotline auf. Kunden können sich dort informieren und fachlichen Rat einholen, um zu entscheiden, ob sie z.B. einen Fachanwalt engagieren. Gerade wenn es um Mietrecht geht, ist solch ein Service meist sehr praktisch.

Selbst wenn jemand Mitglied im Mieterverein ist, lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung. Gerade die Kostenübernahme spricht für sich. Ohne finanzielle Unterstützung des Versicherers würden sich viele Mieter nicht trauen, ihre Rechte durchzusetzen.